Dorf

Freitag, 25. März 2011

See, Steine, Schädel

Nicht viel los am Hölzchensee an diesem grauen Tag. Morgen finden hier von der Dorfgemeinschaft her Aufräumarbeiten statt, steht auf einem Zettel am Baum, Motorsäge und Harke sollen mitgebracht werden.

Neues Grün an entengrützigen Blasen - der See lebt auf.

Um die Kurve rum, wo der See am Hang eines Wäldchens liegt, treiben immer noch Eisschollen auf dem Wasser. Ein halbes Dutzend Boote verkehrt rum am Rand, manche schon neu geteert. Den Hügel hoch, etwas steil, oben Ausblick bis nach Polen und Bielinek. Dann durchs Wäldchen am Rand eines Ackers, viele Steinhaufen, bemooste Findlinge, umgestürzte vermodernde Bäume.

Durch die Wildnis.

Und ein schon länger totes Tier, kein Reißzahn, vielleicht ein Hase? Zur Zeit finde ich echt viele Knochen.

Dienstag, 22. März 2011

Erwachendes Volk

Und zwar das Bienenvolk. Im Liebesgrund nähern wir uns vorsichtig den Bienenstöcken, können immer näher. Die Tiere erwachen wohl gerade an diesem ersten wirklich warmen Tag (oder sind sie frisch geschlüpft?), jedenfalls fühlen sie sich nicht bedroht. Ich erinnere mich an das Interview mit einem leidenschaftlichen Imker im Küchenradio-Podcast, ich glaube, das war im Prinzessinnengarten in Berlin, eine echt spannende Sendung. Leider habe ich aber vergessen, was er über das Erwachen nach dem Winter sagte.

Neben der Einflugöffnung, die rege frequentiert wird, diese Bienentraube, die sich an irgendwas Honigähnlichem labt.

Der Sohn rückt mit der Linse immer näher ran.

Samstag, 25. September 2010

Mehr Holunder

Warm, feucht, bedeckt. Im Liebesgrund ist der Weg zum morastigen Rinnsal geworden, der Versuch, die Grasinseln dazwischen zu treffen gelingt nicht immer, ausserdem sind sie ebenfalls durchfeuchtet, klatschnass sind Schuhe, Hosenbeine, Füsse, aber es macht nichts, mir ist wunderbar warm. Weniger wunderbar die Mückenhorden, in Aufwallung letzter Lebenskraft stechen sie überall gleichzeitig zu.

Mit dem Holunder auch diesen auffälligen Falter "geerntet".

Etwas abseits vom Hauptweg stösst man auf eine Hütte, die Kästen davor könnten einem Imker gehören.

Ob Bienen drin sind? Ich habe lieber nicht nachgeguckt.

Immer dunkler wird es, Füsse quatschen bei jedem Schritt, Mücken stechen wie blöde und ich verlasse mit ergiebiger Holunderausbeute das liebliche Tal.
Holla, noch ein Hollerwein!

Freitag, 1. Mai 2009

Von Störchen

Das Paar steht minutenlang bewegungslos im Nest. Beobachten sie was, halten sie Zwiesprache, schlüpfen die Jungen? Ein fremder Storch nähert sich, zieht Kreise, lautes Klappern, er entfernt sich wieder.

Dorfstorch.

Der Nachbar hat bei unserem Rasenmäher jetzt auch noch das Schneidwerkzeug ausgetauscht, allerdings nur für seine eigene Wiese, dann baut er wieder das alte ein, netterweise will er es vorher schleifen lassen.

Sonntag, 7. September 2008

Golden

In frühherbstlich goldenem Licht schimmern Kuchenteller im Garten vom Café Goldrand. Auch Tassen, Milchkännchen und Zuckerdose. Alles aus verschiedenen Servicen, aber immer mit Goldrand. Aber bitte mit Goldrand! Die Lunower haben einiges Gold aus den Schränken gekramt und ihrem Café gestiftet. Auch den Kuchen haben sie gebacken. Und der schmeckt herrlich. Ich esse Mohn-Quark-Kuchen, probiere aber auch noch den mit Pflaumen (frisch aus dem Ofen) und den mit Nüssen. Mir ist ein bisschen himmlisch golden zumute.
Das moskitoartige Motorensummen kommt wieder näher. Diesmal will ich es einfangen, gehe eilig zur Strasse und ...


Minimofa? Mindestens zwei Jungs fahren heute auf diesen (selbstgebastelten?) Kisten durchs Dorf immer hin und her.

Ein kurzer Gang durchs liebevoll unsystematisch vollgepfropfte Museum.


Schöne alte Puppenstube.


Robotron-Computer made in GDR.

Freitag, 27. Juni 2008

Die Flaggenmanie ...

... hat jetzt auch mich erfasst. Kurzes Rumoren in der Rumpelkammer, da ist sie ja.


Dörfliche Integration, besonders wichtig wegen vernachlässigtem Vorgarten.


Dagegen ein städtisches Flaggenidyll, gesehen in der Schildhornstrasse.

Sonntag, 22. Juni 2008

Unwetter?

Der Nachbar hat gesagt, es wird regnen und heute nicht gegossen. Aber außer zehn Minuten Sturm und drei Tröpfchen war noch nichts. Sollte der Regen dieses Fleckchen wieder vergessen?

In drückender Schwüle gegen Abend aufgerafft und mit Rad zur Oder. Warmer Wind, der nicht erfrischte. Im Wäldchen diese Begegnung:


Neugierige Kuh. Eine ganze Herde kaute schattig vor sich hin.


Drei junge Störche

Freitag, 20. Juni 2008

Dorffest

Seit einigen Wochen ist die Hauptstraße von Parstein bevölkert von merkwürdigen Gestalten. Eine kleine Auswahl:


Imker.


Versehrte.


Bäuerlicher Riese.


Sich outender Ostler.


Nixe.


Geniesserin.


Bäuerliche Familie und Schornsteinfeger.


Fleissige Strickerin.

Vor fast jedem Haus sind solche fantasievollen Gestalten zu sehen. Der Ort feiert 750-Jahr-Feier am Tag des EM-Finales. Möge Deutschland dabei sein!

Sonntag, 7. Oktober 2007

Spice Eis und Uhrwerk

Vorm Café Kiessling in Oderberg ist viel los, an der Tür ein Zettel "Wir platzen aus allen Nähten, bitte warten Sie, bis ein Tisch frei wird."
In dieser Gegend ist das Café wirklich etwas Besonderes. Heute sitzen die Leute sogar draußen vor der von Kapuzinerkresse umrankten hohen Mauer, dahinter erhebt sich die Kirche. Im Lokal selbst steht allerlei mit Kaffee zusammengehöriger Trödel herum, die Bedienung ist freundlich trotz der vielen Gäste, das Angebot ist außergewöhnlich. Ich habe Spice Eis


Schokoladeneis mit roten Pfefferkörnern auf Ruccola - großartig!
Meine Wiener Begleiterin mit ihrem kaffeeverwöhnten geschmäcklerischen Zünglein, die sich vorher noch darüber lustig gemacht hatte, dass die Uckermärker nur Pulverkaffee kennen würden, war beeindruckt, weil sie ohne Nachfragen "verlängerten Espresso" bekam, also mit extra Wasser dazu.

In der frisch restaurierten Kirche steht vorm Fenster tickend das alte Uhrwerk, hin und her bewegt sich das Pendel und schlägt gerade Viertel.


Beachte die Kirchenfenster im Hintergrund mit den eingearbeiteten Fischernetzen!

Samstag, 6. Oktober 2007

Geisterhaus

Wenn man im warmen Herbstabendlicht durchs Dorf schlendert, wirkt vieles unwirklich kulissenhaft.


Zum Beispiel dieses schon lange nicht mehr bewohnte Haus, Geister an allen Ecken und Enden.


Am Kanal einer der zahlreichen Kohlefrachter aus Breslau.

Kapuzina

Zwischen Uckermark und Berlin

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