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Seen

Dienstag, 8. September 2009

Holunderbeeren ernten ...

... ist zwar zur Zeit überall möglich, aber ausgerechnet die Stelle beim Liebesgrund, die ich am liebsten mag, ist diesmal weiträumig abgesperrt. Ich angele einige über den Zaun reichende schöne Dolden und ärgere mich ein bisschen. In der Ferne Geräusche von Landmaschinen, hier ist es menschenleer. Plötzlich schweres Atmen ganz nah, ich gucke hin...

... direkt in die Augen eines Stiers.

Ich sage noch: was bist du denn für ein Schöner. Er ist ja hinterm Zaun und ich fühle mich sicher, aber nicht so wirklich. Unverwandt starren wir uns an, er schnaubt und scheint mir jetzt der drohende Wächter des Holunderurwalds, so dass ich es besser finde, gemessenen Schrittes den Abstand zwischen uns zu vergrössern. Kurz schaut er mir noch hinterher und verschwindet dann zwischen den Bäumen.

Der Hölzchensee liegt ruhig in der Abenddämmerung, auch hier ist niemand sonst zu sehen.

Schilfdetail.

Freitag, 6. Februar 2009

Schlamm

Der Weg zum Liebesgrund hinunter hat sich in rieselnde Pfützen verwandelt. Ich hüpfe mal hierhin, mal dorthin, aber egal, morastige Klumpen kleben an den Schuhen.
Milde Luft im windgeschützten Tal, keine weitere Menschenseele ist zu sehen. In dieser Jahreszeit fallen mir die knorrigen Baumwurzeln am Wegrand besonders auf.


Bestimmt hausen Trolle und Gnome in den Wurzelhöhlen.

Etwas weiter liegen frisch geschlagene Bäume. Einer ist vollständig mit Efeu bewachsen.


Efeubeere, schon erstaunlich, wie frisch die ganze Pflanze mitten im Winter.


Beim Wäldchen kontrastiert das Knallorange der frischen Baumstümpfe besonders stark mit den ansonsten herrschenden gedämpften Grautönen.

Ich nehme den Weg zum Hölzchensee, der Wind wird stärker. Betreten des Eises auf eigene Gefahr steht da. Tatsächlich bedeckt immer noch eine milchige Eisfläche das Wasser.


Eisspiegel.

Ast im Eis.


Blasiges Eis.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Mehr Schleim

Es ist schon wieder zu trocken, der Boden steinhart. Bisher giesse ich kaum was - damit die Wurzeln der Pflanzen tiefer treiben, aber ein kräftiger Guss wäre schon schön.

Durchs Tor mit den drei Engeln auf den Friedhof. Efeu, lichter Schatten, Vogelstimmen. Auf der Suche nach dem Grab der alten Frau, die meine Gärtner-Lehrmeisterin war. Es hat keinen Grabstein, niemand wollte dafür zahlen. Ich finde es nicht.

Am Hölzchensee ist es fast einsam und wild, nur manchmal trägt der Wind Fetzen des Gesprächs eines telefonierenden Anglers zu mir rüber. Muss der nicht eigentlich ganz still sein, damit die Fische beissen?


Der Hölzchensee.


Zwischen der Entengrütze wieder dieser grüne Schleim.


Und fickende Käfer, die immer wieder beschwerlich vor meiner Linse flüchteten.

Dienstag, 29. April 2008

Schlüsselblumen

Der kleine Rummelsberg zwischen Parstein und Brodowin ist unter Schutz gestellt. Auf der Infotafel steht: "Auf Grund seiner exponierten Lage konnten sich hier kontinentale Trockenrasen als westliche Ausläufer der Steppenvegetation ansiedeln."
Ja nun, ich konnte die Trockenrasengräser nicht identifizieren, aber unübersehbar ist gerade alles von Schlüsselblumen übersät.


Schlüsselblumen im Hang, hinten der Parsteinsee.


Schlüsselblume in Abendsonne.

Abstecher nach Brodowin. Seit das ganze Dorf nach biologisch-dynamischen Richtlinien bewirtschaftet wird (vor jedem Acker steht eine Demeter-Tafel), ist es ziemlich bekannt geworden. Und obwohl an diesem Sonntag kein Markt stattfindet, kurven einige Berliner Ausflügler durch den still anmutenden Ort, der Saisontourismus fängt sicher bald an.


Hauseingang in Brodowin.


Ökodorfstorch.

Samstag, 25. August 2007

Libellen überall

Ich hab sie doch beim Ficken erwischt. Wenn sie dabei fliegen, sieht es wie ein blaugelbes Herz aus. Aber sie so einzufangen, bräuchte es mehr Geduld, als ich hatte.


Am Ufer links.


Am Ufer rechts.

Donnerstag, 23. August 2007

Blaue Libellen

Am Tiefen See schwirren sie überall. Das interessanteste Motiv konnte ich leider nicht einfangen, nämlich zwei zu Paarungszwecken miteinander verbundene Tierchen (wollen uns heute mal etwas gewählt ausdrücken).


Immerhin dieses kleine Monster.


Und noch näher.

Samstag, 14. Juli 2007

Kalt im Tiefen See

Die Hitze trifft mich wie ein Hammerschlag. Also auf in den Tiefen See. Sonst ist da kaum jemand, aber heute schon von weitem Stimmengewirr, Hundebellen - ein buntes nacktes Völkchen aalt sich in der Sonne. Lauter schöne junge Körper, englische und italienische Wortfetzen, zwei Frauen singen What a Beautiful Day, kleine Mädchen laufen elfenhaft zierlich herum.
Der See ist sehr kalt.


Am See

Ins Wasser.

Kapuzina

Zwischen Uckermark und Berlin

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