Arbeiterinnen, Späherinnen, Kriegerinnen
Ameisen lieben ja bekanntlich die süsslichen Ausscheidungen der Blattläuse, beschützen sie im Gegenzug vor Fressfeinden und sind deshalb massenhaft in deren Gefolge anzutreffen. Um sie vom Kirschbaum fernzuhalten, genügt eigentlich ein um den Stamm gewickelter Leimring. Aber dieses Jahr sind sie entweder superintelligent oder der Leimring taugt nichts - sie fressen einfach ober- und unterhalb der Leimschicht Löcher und bahnen sich zwischen Stamm und nicht klebender Unterseite des Leimrings ihren Weg. Genial vorausdenkend!
Die schönsten Erdbeeren kamen früher bei der alten Frau auf die 'Platte'.

Hinterm Kanal führt ein Feldweg zwischen Deich und Feldern lang, den man prima langradeln kann. Auf eigene Gefahr. Keiner Menschenseele begegnet. Nur Fuchs und Raubvögel gesehen.
Der Weg führt zur Oder. Die ist für die Jahreszeit noch ungewöhnlich voll. Mehrere Radwanderer unterwegs, meist in kompletter Radkluft.
Ungewöhnlicher Passant.
Als ich näher komme, wendet er sich lässig ab und trabt einige Schritte den Asphalt lang, bevor er davonfliegt.
Und immer wieder Immortellen am Wegrand.
Zum ersten Mal im Garten gesichtet und anhand von 'kleiner blauer Schmetterling' ziemlich zweifelsfrei als Bläuling identifiziert.
Die viel versprechenden Knospen wirken anziehend. Weder Blattläuse noch Knabberspuren geortet - keine Ahnung, warum Ameisen sich da tummeln.
Anflug auf türkischen Mohn.
Zartes Stockrosenblättchen, prima Futter.
Schnittlauchig, lupinig und bisschen mohnig, Farben der Saison.
Gestern vor dem kalten langen Regen noch schnell was ins Haus geholt. Rhabarberkompott mit Familiensosse - hmmm...
Prima Arbeitswetter heute, kühl und sonnig.
Gauklerblume Akelei in Weiss.
Unter der Sonne duftet der Flieder so vor sich hin.
Baldiges Blütenversprechen einer Lilie...
Gewaltsam ans Licht gezerrtes Wesen aus der Unterwelt mit Namen Topi. Eher grimmige Miene, würde ich sagen, Geschlecht unklar, aber hoher Rang, erkennbar an Krönchen und Zepter.
Schön sieht der Garten an Himmelfahrt aus, schön nass auch nach mehreren Regengüssen, die mich eilig wieder verschwinden lassen. Vor Verzweiflung über das unbeständige Wetter fange ich ruhelos an zu häkeln. Laut trommelt der Regen aufs Verandadach, drinnen liest Köhlmeier seinen 'Joel Spazierer' vor.
In der nächsten Regenpause aufs Rad geschwungen und los, runter zum Kanal. Die Störche finden fettes Futter bei dem prima Klima und füttern gerade ihren Nachwuchs.
Weiter runter zur Oder... stopp, geht noch nicht. Ausserdem regnet es schon wieder.
Nachmittags bei schönster Sonne draussen Rhabarberkuchen mit Nachbarin, wobei ich erfahre, dass sie Zimt nicht so mag, aber immerhin isst sie ein Stück. Zu unseren Füssen bewegt sich plötzlich was - eine Blindschleiche, die übrigens keine Schlange, sondern eine beinlose Echse ist, wie ich nachlese.
Abends noch ein bisschen lockeres Beet säubern, da springt schon wieder was...
Ziemlich klein ist diese Erdkröte, die ich aus dem lockeren Boden ans Licht befördere.
Sie passt auf mein Schäufelchen und bleibt da erstmal schockstarr sitzen. Etwas später buddelt sie sich woanders wieder ein.
Jährliches Tulpe vor Scheune-Foto.
Und gegen Abend ein Tausendfüssler, der sich gemächlich übers Gegossene bewegt.