Glitzer
Die Sonne schafft den Nebel nicht weg.
Am Ufer in Gozdowice, im Sommer verkehrt hier eine Fähre.
Da liegt sie ja, etwas seitlich.
Verwunschene Gegend, hier wird auf einer Tafel Rentierzucht angezeigt, zu sehen sind aber nur Hühner.
Die Sonne schafft den Nebel nicht weg.
Am Ufer in Gozdowice, im Sommer verkehrt hier eine Fähre.
Da liegt sie ja, etwas seitlich.
Verwunschene Gegend, hier wird auf einer Tafel Rentierzucht angezeigt, zu sehen sind aber nur Hühner.
Das ist es also: Klebereiweiss oder auch Gluten.
Im Sud mit Zwiebel, Kümmel, Essig, viel Sambal Oelek und doppelter Menge Gemüsebrühwürfel die kleingeschnittenen Glutenstücke gekocht, sie gehen dabei etwas auf.
Ein appetitanregenderes Foto kriegte ich leider nicht hin. Aber mit Rosenkohl schmeckte es ganz vorzüglich.
Auf dem Weg ein Pfandhaus.
Hinter schweren Gittern wertvolles Glitzern. Kostbarkeiten, die nicht mehr ausgelöst werden konnten. Umgibt diese Dinge noch die Verzweiflung der Vorbesitzer?

Anfang Oktober einen edlen 3äugigen Rosenzweig bis zum 1. Auge in die Erde gesteckt, so empfehlen es diverse Gartenforen. Das ist immerhin zwei Monate her, bisher sind die Äuglein prall, ich bin gespannt, ob was draus wird.

Früher liess ich es einfach liegen, über den Winter wärmte und nährte es den Boden, im zeitigen Frühling dann eine kurze matschige Phase auf der moosigen Wiese, bald darauf zerbröselt unter der Kraft jungen Grüns, die Reste weggesaugt im Rasenmäher.
Seit einigen Jahren schon harke ich das Laub stundenlang zusammen, und das über Wochen, obwohl völlig sinnlos, solange die Blätter noch fallen. Mein Blick hat sich geändert, ich empfinde das sauber Geharkte als schöner - wie konnte es so weit kommen? Hat das eindringliche Klagen des Nachbarn wegen unseres Nussbaumlaubs auf seinen Wegen mich umschwenken lassen, mache ich aus Integrationswillen das Spiel jetzt mit? Oder die laubfegende Alte gegenüber der Bushaltestelle, der ich neulich zurief, wie schön golden dieser Herbst doch ist, worauf sie sagte: na, Sie fegen ja kein Laub. Sie irrt, die Alte. Schade eigentlich.
Und dann gibt es in Oderberg noch diese Gasse, die mal so und mal so heisst.

Der Nachbar rückte mit Spiritus und Sohn an. Es war einiges zu verbrennen, seine übers Jahr abgeholzten Fichten, Kiefern und Koniferen nahmen schon die ganze Böschung ein, meine paar Essigbäumchen, bisschen Totholz und Gestrüpp gingen darin völlig unter.

Viele Stunden dauerte die Aktion. Es wurde hexenverbrennungsheiss.

Abends dann Stockbrot und Räucherfrikadellen, dazu ein Bier. Die Glut schwelt sicher bis morgen abend, ich geh gleich noch mal gucken.

Und dann war da noch ein Radieschen, das ich zu ernten vergessen hatte. Archaische Grosse Mutter in Rot.
Schuppenförmige platte Segmente mit nahezu 45º-Winkeln, in den Ecken helle Punkte.
Morgens beschlagene Fenster, die Feuchtigkeit nimmt zu.Hohes Gras vor den Weiden unten an der Oder, umgarnt von zähen Spinnfäden, durch die Luft fliegen Baldachinspinnen (jedenfalls laut Wikipedia).
Blick nach Bielinek, vor dem Krieg gab es genau hier eine Fähre.
Biberspuren, eine Menge durchgenagte Stämme rundum.
Farblich strukturiert.
Später ein bisschen im Kompost stochern.