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Garten

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Frostkristalle

Kalt und blau. Gestern gerade noch rechtzeitig umgegraben. Probeweise trete ich auf eine umgeworfene Scholle, schön hart gefroren.
"Das Unkraut von den Wurzeln her wegfrieren", sage ich zum Nachbarn, der entgegnet: "Aber die Saat kommt wieder." Dann erzählt er uns begeistert, dass im Nachbarort Feuerwerk vorgeführt wurde, er war da und hat jetzt schon den Einkaufszettel vorbereitet: "Tolles Spektakel, zwei Minuten für 55 €." Mir rutscht raus, dass ich so viel Geld lieber nicht einfach so verpuffen lassen würde, Manfred sagt gleich "wieso denn nicht?" und seine Augen blitzen so begeistert wie die des Nachbarn.

Kurz bevor die Sonne ganz um die Scheune herum meinen Garten hinten bescheint.

Frostig bereifte Ringelblume.

Duftthymian mit Eiskristallen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Umgegraben

... den Ackerboden möglichst grob - auf dass die Scholle gut durchfriere mitsamt all den kopfüber gestürzten Unkräutern, deren Wurzeln jetzt zum Himmel ragen. Tatsächlich noch dieses Jahr geschafft - sieht amtlich aus wie bei Nachbars. Und geht in den Rücken.

Kirschknospen. Anlagen für Blüte und Blatt sind im Innern schon gut verpackt vorhanden, jetzt muss nur noch die eisige dunkle Zeit überstanden werden.

Mittwoch, 25. November 2009

Laubmassen

Bei schönstem Wetter stundenlang zusammengekehrt, dabei erst des Schals entledigt, dann der Jacke. Unter dem Flieder das Laub zusammengepappt matschig, unter der Walnuss eher locker mit immer noch Unmengen Nüssen dazwischen. Gefühlte Tonnen Laub zwischen Abhang und Nachbars ungeliebte Koniferen geschüttet. Eine Art Laubdüne geschaffen.

Schon was geschafft.

Stiefmütterchen im Schutz des Türkischen Mohns.

Dienstag, 24. November 2009

Dachschaden

Der Nachbar macht mich darauf aufmerksam, dass bei uns am Dach was kaputt ist, man kann es nur von ihm aus sehen. Ich gehe rüber und wir gucken beide dachwärts. Zwischen Haupt- und Nebendach sind auf Firsthöhe zwei Ziegel abgerutscht.
Der Dachdecker kommt Samstag.

Drei Stunden lang verschiedenste Gestrüppe aufgeräumt, schöne frische Topinamburs geerntet und die letzten roten Rüben. Peperonis und Andenbeeren sind leider matschig verfroren, einige Ringelblumen leben noch.

Giesskannen in Winterruhe.

Montag, 12. Oktober 2009

Regenrohr

Der Nachbar meinte, das runtergefallene Regenrohr könne man ganz leicht wieder ranmachen, einfach auf Leiter und reinschrauben. Ich dachte, okay, mach ich dann mal - aber es passte irgendwie nicht, war verbogen. Die ganze Nacht pladderte der Regen direkt in die Veranda. Am nächsten Morgen, als ich die Nüsse aus dem nassen Gras sammelte, ballerten Nachbar und seine begeisterten Kinder nebenan mit Luftgewehr. Ich berichtete von meinem fehlgeschlagenen Versuch. Dann muss wohl der Dachdecker ran, sagte er, aber er würde es sich nachher vielleicht mal angucken. Hmja, sagte ich halb und sah sicher so aus, als ob ich nicht dran glaubte.
Regen, Wind, kalt, Zeit zum Kuchenbacken, Ohrstöpsel rein, Krimi von Hakan Nesser sehr gut vorgelesen von Dietmar Bär. Als es dunkel war, guckte ich noch mal vor die Tür. Es regnete weiter, aber nicht mehr in die Veranda. Das Regenrohr war wieder dran, still und heimlich hatte Nachbar es eingesetzt. Ich war verblüfft und gerührt.

Frische junge Walnuss

Freitag, 9. Oktober 2009

Nur Nüsse

Der starke Regen letzte Nacht hat ein Regenrohr vom Dach gerissen und alle Nüsse vom Baum gefetzt. Kein Schritt war möglich, ohne welche platt zu treten. Und das Aufsammeln ging in den Rücken, uff. Jetzt trocknen sie in der Vorkammer, der ganze Boden ist bedeckt.

Auf der Treppe zur Waschküche kann man sie bequem aufsammeln.

Morgen soll das Herbstfeuer stattfinden. Der Nachbar schleppt immer noch mehr Material an.

Herbst im Garten. Verdammt früh dunkel wird es schon.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Mehr aufräumen

Der Regen hört gerade rechtzeitig am späten Vormittag auf. Tatfreudig mit Gartenschere, Spaten und Foto bewaffnet trete ich den Gang in den Garten an. Schon unter dem Nussbaum erster Stopp, viel Laub, viele Nüsse, viel Aufsammel und Wegfeg, das dauert. Wo ist eigentlich die Herbstzeitlose hin, die vor zwei Wochen noch so schön blühte? Spurlos verschwunden.
Die Zucchinis können weg - Komposteimerinhalt ins Umgegrabene eingearbeitet - kommt nur, ihr kleinen Würmchen. Bienenfreude draufgesät.
Dann zu den Himbrombeeren. Da sieht es schlimm aus. In die umgestürzten Bohnen hinein und auf den Weg wuchert es, daneben der hoch verblühte dürre Alant. Viel Totholz rausgeschnitten. Die Bohnen lass ich noch. Ein paar kleine späte gelbe Himbeeren gefunden, hmmm.
Der Gestrüpphaufen für Herbstfeuer ist ordentlich angewachsen.
Und ich, jetzt schon wieder in der Stadt, habe richtig aufgeatmet.

Aufgeräumt.

Mittwoch, 30. September 2009

Ächz

Nach vielen Tagen Gartenlosigkeit endlich wieder stundenlang geackert. Und geerntet, Zucchinis, Peperoni, Tomaten, Rote Bete, Möhren, Bohnen, einen Eimer Nüsse aufgesammelt, die meisten hängen aber noch. Laub geharkt, alte Erdbeeren rausgerissen, dafür Bienenfreude gesät, wenn auch spät, vielleicht kommt der Frost ja auch spät. Etwas gerupft und aufgeräumt, die geschossenen Salate waren in die Roten Rüben gefallen, zwei Sonnenblumen umgeknickt. Mit Nachbars zum Feuermachen verabredet.
Jetzt sitze ich hier irgendwie herbstlich zufrieden und höre den Holunderwein blubbern.

Schneck in Kapuzinerkresse.

Reif.

Dienstag, 8. September 2009

Vollreife makellose Pflaumen ...

... in Mengen geerntet an diesem schönen Spätsommertag.

In der voll erblühten Herbstzeitlosen.

Ich könnte mal wieder Mangoldtorte backen.

Donnerstag, 3. September 2009

Schoten

Also Saatschoten. Dabei frage ich mich gerade, woher die Redensart "jemand hat sich eine Schote geleistet" stammt.

Die während des Urlaub in Blüte geschossenen Radieschen hatte ich stehen gelassen - demnächst kann das Saatgut geerntet werden.

Bisher wusste ich tatsächlich nicht, wie eine Radieschenschote aussieht. So also.

Peperoni. Die Pflanzen gedeihen auf uckermärkischem Sandboden prächtig, man könnte mit den Schoten handeln gehen.

Und eine vom Regen abgespülte Peperoniblüte.

Kapuzina

Zwischen Uckermark und Berlin

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