Padua oder Venedig?
Auf zufälligen Wegen zum Palazzo del Bo geraten, im Innenhof mächtiges Stimmengemurmel, Gesänge: Dottore, Dottore! Die Verleihung des Doktortitels in dieser früheren Herberge, heutigen Uni ein grosses Fest. Die Verwandtschaft aus Stadt und Land fächelt sich Luft zu, stimmt dann wieder extatisch in den Gesang ein. Der frischgebackene Doktor schwarwenzelt mit Lorbeerkranz behängt durch die Gänge.
Stadt der Radfahrer, uralte Strassen mit Laubengängen, schöne Plätze, Kirchen ohne Ende, die grösste Basilika der Welt... ich laufe mir Blasen an die Füsse.
Besichtigungsmöglichkeiten.
Begründer des "Werkes von Brot für die Armen".
An dieser Stelle eine Steinbank und - offenes Netz.
Venedig - lebendes Museum.
Wegweiser zu den Orten die man gesehen haben muss. Allerdings Platzangst wegen Überfüllung der Rialtobrücke und auf dem Markusplatz wegen Mittagshitze Schwindel.
Dunkle kühle Gänge zum Aufatmen.
Wasserstrassen zwischen den Häusern.
Mehr Wasserstrassen zwischen den Häusern, man steht staunend auf den Brücken und betrachtet den Verkehr.
Auf der Rückfahrt hören wir Comissario Brunetti mit anderen Ohren.

Von diesem schönen Flecken sehe ich wieder wegen Absturzbefürchtung nur den gut zugänglichen Teil, die zwei höher gelegenen Wasserfälle werden mir ewig verschlossen bleiben.
Auf den grossen flachen Steinen mitten im Wasser sitzend.
Im Bergdorf Arcumeggia sind fast alle Häuserwände touristenattraktiv von Künstlerhand bemalt. Ich persönlich mag dort die Blumentöpfe aus Porzellanscherben am liebsten.
Weitläufige Ruinen der Keramikfabrik direkt am Lago Maggiore.
Hier ist nichts verschlossen, man geht einfach am Tor vorbei.
Detail.
Nach ein paar hundert Metern ein Hallenskelett.
Raupe in Stockrose, vielleicht von Edelfalter? Internet ist quälend langsam, macht keinen Spass, nach Bildern zu suchen.
Punktiger Käfer in Zinnie.
Taglilien in Blüte, mit Ackerwinde, die ist hier überall. Deren Blüten sind eigentlich auch hübsch, als Kinder flochten wir Kränze daraus. Der Gärtnerblick aber sieht nur das schnelle Wachstum, das Würgen der angebauten Pflänzchen, das Gärtnerohr hasst das Geräusch der abbrechenden Wurzel, egal wie tief man gräbt, die Gärtnerhand rupft jeden Tag aufs Neue die immer wiederkommende Pflanze...
Stangenbohne Blauhilde wuchert dem Alant entgegen.
Ein C-Falter - der Wind steht günstig, ich kann so nahe ran, dass die Makroeinstellung sich lohnt.
Tagpfauenauge, langlebiger Edelfalter, der sich von Brennnesseln ernährt. Daran ist ja hier nun kein Mangel. Er wirkt wirklich wunderschön.
Im Sempervivum bewegt sich was. Zwei Ameisen versuchen einen toten Regenwurm abzuschleppen.
Sie beklettern und betasten ihn von allen Seiten...
... rollen ihn hin und her und kriegen ihn tatsächlich von der Stelle.
Eine ganz gut erwischte Mückenlarve.
Leere Hüllen von geschlüpften Mücken.
Biene in Ringelblume.
Ich nicht, habe ja gar kein Auto, bin nur mitgefahren und habe ein paar Blumen erstanden, besonders billig, weil keine Pflanzzeit. Vielleicht kommen sie durch. Bild: Billigtanke hinter der Grenze bei Hohenwutzen.