Lissabon Tag 1
Sonntagsleben auf der Strasse.
Ins Auge fallende Deko.
Abends am Fluss.
Sonntagsleben auf der Strasse.
Ins Auge fallende Deko.
Abends am Fluss.
Von weitem sieht man es noch nicht, aber im Garten tut sich was.
Zum Beispiel beim Moos.
Frische Herbstfreude treibt zwischen vorjährigen Stängeln.
Idyll mit Betonmischer und Mini-LKW in Friedrichsthal (Oder).
Im Städtchen Gartz wollen wir Kuchen besorgen, aber wir suchen vergeblich nach einem Bäcker oder Supermarkt, den es nach Auskunft eines Einheimischen "hinten am Stadttor" geben soll. Überhaupt scheint der Ort so gut wie ausgestorben. Vor einer der Villen oben an der Stadtmauer ein polnischer Offroader. Ob sich hier wohlhabende Stettiner ihren Landsitz einrichten?
Stadttor.
Hinter der Mauer Nutzgelände, ganz hinten bewachsene Stadtmauer.
Blick über die Mauer
Und in einen Hof beim Stadttor.
Durch die Innenstadt, die eher an Geisterstadt erinnert.
Bizarre Kulisse.
Oder bei Gartz mit Brückenstümpfen.
Vielleicht sassen die Bewohner gerade alle beim Mittagessen. Ich habe aber der Eindruck, dort gibt es kaum noch welche. Und durch dicke HDR-Bearbeitung scheint der Verfall noch plastischer.
Am Kanal bläst der Wind schon scharf.
Hinterm Deich die Oderwiesen.
Jetzt eher Oderschwemmschollen.
Dickfellige Kühe.
Mit Futter.
Danach einen Ingwertee!
Witzige Safe-Schaufensterdeko.
Kreuz und quer führt uns der stundenlange eisige Spaziergang durch die Stadt, von der Speicherstadt über Landungsbrücken, St. Pauli, Schanzenviertel, Karoviertel.
Oberhalb der Landungsbrücken.
Die Herbertstrasse ist nach wie vor für Frauen verboten. Kein Wächter zu sehen, also mal reingelinst.
Wie ausgestorben, vielleicht einfach zu früh und zu kalt.
Wie in so vielen Zentren europäischer Grossstädte steht auch auf St. Pauli in manchen Strassenzügen jedes zweite Haus leer.
Rote Flora.
Zwischendurch immer mal wieder irgendwo Einkehr zum Aufwärmen. Als es dunkelt, würden wir gern einfach in ein Kino gehen und vielleicht ein bisschen wegdämmern, finden aber keins. Stattdessen eine warme grosse Halle mit alten Plüschsofas und frischem Pfefferminztee. Da lässt es sich auch aushalten, bis der Zug kommt.
Hier wachsen Faulbaum, Drahtschmiele, Waldhaarmützenmoos. Noch nie davon gehört, aber das heisst ja nix. Jetzt im Winter leider praktisch unidentifizierbar.
Wachsames Auge am Elbdeich.
Und Schuhausrüstung von vier Frauen.(Foto: Michaela)
Diese Tage an der Elbe haben sich gelohnt.
Gleich mal ein bisschen Beinwellwurzel im Garten ausgraben. Versehentlich den ganzen Stock erwischt, der wächst hoffentlich wieder an.
Rezept für Beinwellsalbe: 20 g geschälte zerkleinerte Wurzel, 25 ml Öl, 40 ml Grüntee und ein paar Tropfen ätherisches Öl. Das habe ich aber nicht parat.
Die Wurzel hat sehr viel Schleimstoff, fühlt sich geschält tatsächlich glitschig und schleimig an und riecht eigentlich nach nichts. Ich versuche sie schon mal schön klein zu schneiden und denke, nachher wird es noch feiner. Leider befindet sich hier aber kein elektrischer Pürierstab, nur ein Schneebesen mit wahlweise Knethaken, das bringt gar nichts. Also wird das Schrankfach mit den alten mechanischen Küchengeräten durchforstet.
Das rostige Raspelgerät links unten sieht aus wie Vorkriegsware, wird jetzt entsorgt. Handrührbesen - prima, falls mal Stromausfall.
Am besten passt die flotte Minna meiner Grossmutter, trotzdem ist weitere Zerkleinerung wegen Schleimwurzel nicht einfach. Nächstes Mal nehm ich einfach das Raspelbrett.
Tatsächlich ist eine Art Salbe draus geworden, gut riechen tut sie wegen Grüntee auch. Ich tu gleich etwas davon auf die Schnittwunde am Finger, mal sehen, ob Heilung dann schneller. Wie lange die Salbe wirklich hält, wird sich noch zeigen.