Câmara de Lobos
Am Fischerhafen.
Verfallen.
Möwe überm Hafen.
Kartenspielende Männer.
Und Blick vom Restaurant übers Meer.
Am Fischerhafen.
Verfallen.
Möwe überm Hafen.
Kartenspielende Männer.
Und Blick vom Restaurant übers Meer.
Von stark gestutzten Buchshecken umrahmte Gewächse.
Komposition von Magnolie an lila Stauden.
Keine Ahnung, wie dieser Baum heisst.
Eine Protea oder Kap-Artischocke (Protea cynaroides).
Ein ganzer Hang voll Montbretien (Crocosmia Crocosmiiflora).
Buchsbaumkunstwerke.
Sehr kleine blaue Staudenblume.
Schön ausgedachte Dickblattzsammenstellung.
Alte Baumriesen, Name steht nicht dabei.
Und in schick angelegten Teichen beim Teehaus lautes Gequake.
Mit dem Auto über die Berge und steil runter nach Eira do Mourão. Hier geht es los.
An der Levada do Norte, nicht mehr bearbeitete Terrassenfelder, hinten Eira do Mourão.
Kurz rückwärts gewendet. Besser aber, nur auf den Weg zu achten und die Aussicht an breiteren Stellen zu geniessen.
Frosch in Levada.
Durch einen Minitunnel.
Am fast senkrechten Fels.
Aussicht mindestens einen halben Kilometer runter.
Blühende Kätzchen vor Terrassenhängen.
Purpur-Sauerklee (Oxalis purpurea).
Kleine Erfrischung zwischendurch.
Und durch einen langen Tunnel, bequeme Höhe, gut zu laufen, aber teils sehr pfützig. Die hohe Mauer zwischen Levada und Fussweg deutet darauf hin, dass manchmal sehr viel mehr Wasser hier durchfliesst.
Nach über einem Kilometer Tunnel endlich raus. Hoch darüber liegt das Dorf Espigão, das haben wir praktisch "unterwandert". Schlagartige Wetteränderung jenseits des Berges - windig, bedeckt, ungemütlich.
Nach ein paar Kurven beschliessen wir den Rückweg. Jenseits des Tunnels scheint die Sonne wieder, die Levada wird ausgebessert, freundlich winken uns die Bauarbeiter durch.
Fazit: Eine zwar nicht sehr lange, aber etwas unentspannte Tour. Wir sind eben keine Akrobaten der Lüfte.
Hinter der Türschwelle angebrannte Dielen, durch die man eine Etage tiefer blicken kann. Zwei gerahmte Heiligenbilder an der Wand, in der Ecke eine Matratze.
Das Dach ist nicht alt und noch voll gedeckt, eine Stromleitung führt zum Haus, Glühbirnen und Steckdosen vorhanden, die Böden fast besenrein.
Ums Haus herum eine weitere offene Tür. Ein Schrank, ein hochgestelltes Bettgestell, ein alter Schreibtisch mit offenen Schubladen. Religiöse Schriften und eine Zeitung aus Venezuela von 1976. Lebte hier ein aus Südamerika heimgekehrter Madeirenser?
Eine Menge offener Fragen. Wir verlassen den Ort. Vorm nächsten Haus hat uns ein Mann vermutlich schon länger beobachtet. Schade, dass wir nicht mit ihm reden können. Als wir weitergehen, wendet er sich wieder seiner Arbeit zu.
Beim Autotunnel steigen wir ein paar Stufen zur Levada do Norte hinab. Der erste Teil der Strecke ist von verbrannten Nadelbäumen gekennzeichnet, grosse Zapfen liegen in Bergen dazwischen. Hier Blick auf Ribeira Brava.
Bequemer Weg mit grandiosen Ausblicken. Schliesslich eine Art Klärwerk - unten läuft das Wasser grob gefiltert weiter.
Hinter der nächsten Kurve führt eine steinerne Brücke über eine ziemlich tiefe und sehr enge Schlucht. Kann hier nur unvollkommen wiedergegeben werden.
Auf dieser Seite der Schlucht, die man unten links erahnt, liegt Ribeira Funda.
Mehrere verlassene Häuser und nicht mehr bearbeitete Terrassenhänge. Im Gebäude mit den blauen Türen scheint die Sonne durchs nicht mehr vorhandene Dach.
Ein bewirtschaftetes Gut.
Aus den Felsen sprudelt es direkt in die Levada. Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica), die rund um die Felder wächst, breitet sich aus.
Asphaltklee (Bituminaria bituminosa), der aus schwärzlichen Drüsen Asphaltgeruch ausscheidet, wird als Schutz vor Fressfeinden um Feldterrassen angepflanzt.
Rote Spornblume (Centrathus ruber).
Und Kohl an Sauerklee an Levada.
Schliesslich stossen wir auf eine Strasse, die hinab zum Dorf Eira do Mourão führt. Und da ist sie dann zu Ende, die Welt... nein die Strasse, ein Café gibt es nicht, langsam steigen wir den steilen Fahrweg wieder hoch zur Levada und treten den Rückweg an.
Ein schöner gut gehbarer Weg mit abwechslungsreicher Vielfalt und grandiosen Ausblicken. Morgen vielleicht die Fortsetzung ab Eira do Mourão.
Während Busladungen von Schaulustigen zum Cabo Girão gekarrt werden, macht sich ein Sammler und Viehfütterer bergabwärts mit ihren Hinterlassenschaften davon.
Der dunkle Strich ganz oben mittig ist die Aussichtsplattform.
In kleinem Schutthaufen am Parkplatz wuchert es vielfältig frisch und grün, ich kann gelben Sauerklee, Färberwaid, Kapuzinerkresse identifizieren. Hier anemonenblättriger Storchschnabel (Geranium palmatum).
Einige Treppenstufen hoch führt eine schmale Seitenlevada durch Äcker und Gärten. Sehr steil verlaufen die so gut wie möglich terrassierten Felder; bei diesem Kohlfeld behilft man sich mit kleinen Erdwällen gegen Ablaufen des Wassers. Ganz unten Strasse mit Tunnel.
Wächter des Kohls.
Kreuzung von Seiten- mit Hauptlevada, es geht kurz weiter durch einen bequemen hohen Tunnel.
Immer wieder malerische Blicke. Wunderbares Wanderwetter übrigens.
Trichterwinde an Kakteen.
Hier würde ich auch gern wohnen.
Bewässerung vor trocknender Wäsche.
Und mein Foto des Tages: ein Mensch in seinem Garten zwischen Lauch und Salat, er verbrennt irgendwas Wohlriechendes, am Baum meckert eine Ziege.
Hinter jeder Kurve mehr blühende Mearns-Akazien.
Also doch zurück und zwischen den übrigen Touristen eingereiht zu den Balcoes, die spektakuläre Aussicht versprechen.
An einigen Häusern vorbei...
... und an Landarbeitern.
Unidentifizierbares Gewächs, hart wie Zunderschwamm, an bemoostem Baumstamm.
Bei den Balcoes ist die Sicht bewölkt, trübe und von Menschenmassen versperrt, grandiose Aussicht nur zu erahnen. Wichtiges Klacken von halbmeterlangen Objektiven, ich komme mir doch nicht etwa klein vor mit meiner Bridgekamera.
Wir essen beim Kiosk am Weg Tomatenzwiebelsuppe mit Ei, während die Busladungen vermutlich Forelle tafeln müssen.
Trocken im Auto sitzen kann sehr gemütlich sein.
Zurück ins Quartier, faulen Sonntag machen, echte Erholung sozusagen. Heizung an, frisch erstandene rote Bete kochen, Teewasser aufsetzen und dem Sturm lauschen.
Am Nachmittag kommt die Sonne durch. Auf nach Madalena do Mar und die alte Küstenstrasse entlang, durch den Wasserfall vorm Tunnel, wo das Auto kostenlose Wäsche abkriegt. In dieser Gegend kann man sich auch mal genauer umgucken.
Beste Meerblicklage bei noch etwas feuchter Sitzgelegenheit.
An dieser Brücke fuhren wir bisher immer nur vorbei.
Durchs vergitterte Fensterloch kann man reingucken...
... und in den Fels gemauerte Höhlen sehen.
Um die Ecke durch den Felsbogen finden wir weitere vergitterte Fensterlöcher.
Im Fels überm Meer ein Fussweg aus alten Zeiten.
Sehr ergiebige Wassertreppenzuleitung.
Von weit oben sprudelt es nur knapp über den Levadarand hinweg. Schön grosspfützig-feucht. Meine Wanderschuhe leisten grossartige Dienste.
Kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, ausserdem hört man es stark tropfen. Ist uns für den Anfang zu kalt, nass und finster.
An steiler Felswand klebendes Drüsenäonium (Aeonium glandulosum). Der flache Wuchs des Dickblattgewächses schützt vor Abschwemmung bei starken Regenfällen.
Und das lohnt sich wirklich.
Moderne Keramikschale.
Kleine Auswahl: nicht sehr alt.
Älter.
Überraschend geraten wir plötzlich in eine reichhaltigst ausgestattete integrierte Kapelle.
Zahlreiche biblische Motive in Azulejotechnik zwischen Goldschmuck und Gemälden.
Auf dem Weg zum Gulbenkian Museum durch den Parque Eduardo VII. Dessen Ende trifft mit mathematisch symmetrisch genau berechneten Buchsbaumdekors auf den Praça Marques de Pombal.
Im schönen Garten vom Museu de Arte Antiga hoch überm Fluss kann man sich gut entspannen. Vorher dort die Versuchungen des Heiligen Antonius von Bosch besichtigt.
Mal reingelinst.
Die Totenstadt.
Die Türen mancher Häuschen sind verfallen oder stehen sogar auf, so dass man die Sargmoden vergangener Jahrhunderte betrachten kann.
In den Gebäuden sind Lüftungsschlitze. Vielleicht werden die Särge zunächst abgedichtet? Und später, wenn die Dichtung marode wird, entweichen Restgerüche durch Lüftung?
Wieder raus ins Leben. In der Sonne dösen Tauben auf der Ruine eines alten Kinos.
Fischkonservenrestaurant. Um die Ecke der Ladenraum dazu. Schön bunt bis nostalgisch verpackte Mitbringsel von der Reise. Wir essen die Fischpaste aber selber auf.
Dann zum Museum für Mode und Design, das in einer ehemaligen Bank untergebracht ist. Man darf auch in den Kellerraum runter und eine Ausstellung in den Tresoren besichtigen. Welche Dinge von Wert hier wohl mal untergebracht waren? Geheime Dokumente, persönliche Erinnerungen, Familienschmuck, Aktien - alles hatte hinter zwei bis drei Panzertüren sein eigenes kleines Fach.
Ausstieg beim Bahnhof Oriente. Der ist schon für sich längeren Aufenthalt wert.
Kachelgemäldedetail.
Mehr Kachelgemäldedetail.
Bahnhof Oriente - Knotenpunkt von U-Bahn und Regionalzugverkehr, ausserdem beginnt hier das Expogelände, weshalb der Bahnhof betonös neu gestaltet wurde.
Auch die Plattformen sind besonders bedacht.
Auf dem Expogelände ist es bei schönem Wetter sicher gut auszuhalten, allein den angelegten grossen Garten würde ich gern durchschlendern, aber jetzt nieselt es eklig. Schnell noch dieses auffällige Kachelmosaik ablichten, dann mit irgendeinem Bus durch die Stadt.
Ausstieg bei Ruine einer Bierbrauerei.
Es beginnt richtig doll zu regnen. Alle Portugiesen sehen plötzlich mürrisch aus und alle Museen haben zu wegen Montag. Aber Raja hatte uns auch vom historischen Unterbau der Stadt erzählt und dass es ein kleines Guckloch dort hinunter gibt.
Erst ist die Dame am Empfang ungehalten, denn die Führungen beginnen immer zur vollen Stunde, und wir sind 20 Minuten zu spät. Doch dann beginnt sie zu erzählen und zeigt uns die Reste einer römischen Fischfabrik, die unterm Haus entdeckt wurde. Bei dem Mosaik hier wird angenommen, dass es zum Badbereich des Fischfabrikanten gehörte.
Ich lerne, dass Lissabon bis zum römischen Untergang eine Art Industriezentrum für Garum - damals allgegenwärtige Fischsosse zum Würzen - war. Wenn ich richtig verstanden habe (englischer Vortrag), dauerte die Herstellung ca. sechs Wochen, und das roch sicher ziemlich übel. Hier jedenfalls wurden Unmengen Garum hergestellt und ins ganze römische Reich verschickt.
In einem der vielen Fischsossenschächte wurde eine zeremonielle Bestattung entdeckt, die fand so um 700 n. Chr. statt, also nach dem Ende des römischen Imperiums. Man nimmt an, dass es sich um einen der damals eindringenden Nordeuropäer handelt.
Sehr spannender Vortrag. Als wir aus dem geschichtlichen Boden wieder aufsteigen, hat der Regen aufgehört.
Graffiti auf dem Weg zum Quartier.
Mehr Graffiti.